Tierschutzsprecher Georg Schwarzl hat Landesrätin Schmiedtbauer in der heutigen Landtagssitzung mit einer Anfrage zum Thema Tierleid konfrontiert. Konkret ging es um deren Antwort auf eine Anfrage der Grünen vom März, nachdem erneut Missstände in einem steirischen Schweinemastbetrieb aufgedeckt worden waren.
Tierhaltung: Konkrete Frage – keine konkrete Antwort
„Was unternimmt die Landesregierung gegen Tierleid?“ wollte der Tierschutzsprecher wissen. Die Antwort fiel jedoch wenig zufriedenstellend aus, da die Landesrätin etwa unter dem Vorwand des Datenschutzes keine konkreten Fakten zu Tierschutzkontrollen lieferte. „Die ÖVP ist visions- und willenlos, wenn es um Verbesserungen in der Tierhaltung geht“, so Schwarzl.
Schwarzl wünscht sich Unterstützung für die Bauern
In seiner Rede forderte der Landtagsabgeordnete, dass die Rahmenbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern dringend verbessert werden müssen, damit diese tierwohlgerechter produzieren können. Er zitierte auch eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace, wonach bis zu 90 Prozent des Schweinefleischs in heimischen Supermärkten aus Massentierhaltung stammen, und auch Gütesiegel nicht die Einhaltung aller Tierwohl-Kriterien garantieren.
Schwarzl fordert das Ende der Vollspaltenböden und klare Konsumenteninformation
Dazu meinte Georg Schwarzl: „Mein Zugang zu Politik ist: Schauen wir uns an, welche Veränderungen es braucht. Beim Tierwohl braucht es dringend Verbesserungen, etwa was das Verbot von Vollspaltenböden betrifft und Information für die Konsument:innen, unter welchen Haltungsbedingungen ihre Lebensmittel produziert wurden. Wir Grüne werden uns jedenfalls auch in Zukunft dafür einsetzen!“